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Wir hatten Sie alle schon mal… 😉 Es ist in der Tat so: ob Telekom, Vodafone, Telefonica o2 oder aber 1und1 und Unitymedia. Jeder dieser Anbieter hat  in den letzten Jahren / Jahrzehnt bereits unserem Haushalt Internet bereit gestellt. Meist per DSL, aber auch per LTE (Vodavone) oder Kabel (Unitymedia).

1und1 (DSL) und Unitymedia (Kabel) im Vergleich

Zunächst muss kurz erläutert werden, dass der Vergleich ein Erfahrungsbericht darstellt. Dies kann je nach Ort / Verfügbarkeit abweichen. Ich denke trotzdem, dass es einem weiter helfen kann. Hauptsächlich wird von einem Haushalt in Düren berichtet, welcher sowohl einen 1und1-Anschluss, als auch einen Unitymedia-Anschluss hat.

Bestellung von DSL über 1und1 und Internet via Kabel von Unitymedia

Die Bestellungen wurde bei beiden Anbietern via Web vorgenommen und zwar über die Original-Webstiten von 1und1 und Unitymedia. Der Bestellvorgang ist recht einfach gestaltet. Aufpassen muss man bei den verschiedenen Optionen, welche einem geboten werden. Benötigt man z. B. wirklich eine Sicherheitssoftware, welches monatlich kostet?

Welcher Router? Standard oder Fritzbox / Homeserver

Beide Anbieter haben sich leider mittlerweile dazu entschlossen, nur günstige und einfache Router beim Standardvertrag mitzugeben. Ein höherwertiger Router ist nur per monatlichen Aufpreis (also zur Miete) verfügbar. Da lobe ich mir noch Vodafone, die eine Fritzbox zu einem überschaubaren, einmaligen Aufpreis dazu geben. (Update: zum 14.02.2016 wird dies ebenfalls eingestellt: die Fritzbox wird monatlich Geld kosten. Somit bleibt für den Moment noch o2 übrig, die keine monatlichen Gebühren für eine Fritzbox nehmen.)

Unitymedia mit Technicolor TC 7200

Der Standard-Router von Unitymedia ist leider einfach nicht gut. Hauptproblem ist hier das WLAN. Die Wlan-Verbindung ist nicht konstant: zum einen von der Geschwindigkeit zum anderen von der Verbindung an sich. Diese bricht ab und an ab. Ziemlich ärgerlich, wenn man Audio oder Video streamt. Den Kundenservice hierauf anzusprechen macht leider nicht viel Sinn, mehr dazu unten. Eine Fritzbox Cable (Hinweis: DSL-Fritzboxen funktionieren nicht) ist gegen monatlichen Aufpreis erhältlich – zur Miete.

1und1 Kabelmodem von AVM

1und1 liefert ohne Aufpreis ein Kabelmodem. Das Gerät ist wirklich einfach gehalten und enthält nur einen Netzwerkstecker (LAN).  Ein WLAN Modem (mit DECT – Unterstützung für schnurrlose Telefone) kostet schon 3 EUR. Der 1und1-Homeserver – eine gebrandete Fritzbox – schlägt mit 5 EUR monatlich zu Buche. Einziger Vorteil bei 1und1: andere Router z. B. Fritzbox, welche frei käuflich sind, können auch angeschlossen werden. eBay hilft hier auch schon mal 😉 Übrigens das 1und1-Kabelmodem und WLAN-Modem sind absolut baugleich. Bei dem 0 EUR-Kabelmodem wurde lediglich per Firmware das WLAN abgeschaltet.

Wechselangebote

Die Wechselangebote von Unitymedia sind stark! Bei 1und1 gibt es ab und an Aktionen in Form von Gutschriften. Unitymedia haut hier regelrecht einen raus und bietet seine Leistung bis zu 12 Monate kostenlos an, sofern man noch an einen anderen Vertrag gebunden ist (nachweispflichtig). Sehr stark. Bei uns hat das reibungslos funktioniert. In der Familie gab es einen Fall, wo Rechnungen trotzdem gestellt wurden. Auch nach Reklamation hat man dies nicht in den Griff bekommen. Der Vertrag wurde gekündigt.

Unitymedia streicht Zufriedenheitsgarantie

Beim o. g. Beispiel konnte man noch innerhalb von 2 Monaten fristlos kündigen (Datum ab Aktivierung). Die Zeiten sind vorbei. Unzufriedene Kunden müssen nun auf Kulanz hoffen. Hier befürchte ich aus eigener Erfahrung: die wird es nicht geben.

Start mit Unitymedia und 1und1

Beide Anbieter konnten hier überzeugen. Bei Unitymedia dauerte es einen Werktag bis ein von Unitymedia beauftragtes Unternehmen anrief zwecks Vereinbarung eines Techniker-Termins. Der Techniker kam pünktlich und konnte die Anschaltung durchführen. Der Terminslot konnte arbeitnehmerfreundlich gewählt werden. Die benötigte Hardware (Router) wurde vom Techniker direkt mit gebracht. Super. Die Anschaltung des Unitymedia Anschlusses war so innerhalb von wenigen Tagen vollzogen. 1und1 benötigt generell bis zum Technikertermin mehr Zeit. Dass die Anschaltdauer hier länger dauert, liegt daran, dass 1und1 auf die Telekom angewiesen ist. Ein Telekomtechniker wird dementsprechend damit beauftragt die „letzte Meile“ vom bisherigen Anbieter umzuschalten. Die Termine bei den Telekomtechniker benötigen im Regelfall mehrere Wochen. Es gibt hier saisonale und regionale Schwankungen. Die Hardware wird von 1und1 mit Top-Dokumentation und Hilfestellung unmittelbar nach Auftragserteilung zugesendet. Diese kam bei uns schnell im Paketkasten an.

1und1 Sofort Start Option

1und1 hat sich etwas anderes einfallen lassen um seine neue Kunden schnellstmöglich mit einem Telefonanschluss / Internetanschluss zu versorgen: die Sofortstart Option. Wer diese Option wählt bekommt einen UMTS-Stick zugeschickt, welcher Geschwindigkeiten bis über 20 MBit unterstützt. Das Volumen ist allerdings begrenzt auf 10 GB im Monat, danach wird gedrosselt. 10 GB sind nicht viel, zum normalen surfen und für die Übergangszeit ist das durchaus passend.

Das geniale ist: der Stick wird direkt am 1und1 Homeserver / Fritzbox angeschlossen. Das führt dazu, dass man per WLAN und LAN darauf zugreifen kann. Eine doppelte Einrichtung der Endgeräte (z. B. Smartphone) entfällt. Würde DSL geschaltet, kann der Stick vom Homeserver entfernt werden und alle eingerichteten Endgeräte haben weiter Internet / Telefon.

Kundenservice Unitymedia / 1und1

Unitymedia WLAN bricht ab

Es liegen Erfahrungswerte zu beiden Anbietern vor. Bei Unitymedia wurde hauptsächlich das schlechte WLAN des Routers des Technicolor reklamiert. Das WLAN bricht leider von Zeit zu Zeit ab. Kontaktiert man den Service erhält man leider keine wirklichen Hilfestellungen. Es weckt den Eindruck, dass das WLAN Problem sehr wohl bekannt ist, man es aber abblockt. Es wird vermittelt, dass man für das WLAN nichts könne, es auf die Umgebung ankommt und und und. Sprich man wird ausschließlich vertröstet. Das das Gerät defekt ist wird noch nicht mal in Erwägung gezogen. Das Gerät wird maximal in die Werkseinstellung zurück gestellt und darf dann vom Kunden neu konfiguriert werden. Dafür stellt Unitymedia ein Extra Programm zur Verfügung, welches den besten Kanal ermitteln soll. Auch dies half nichts. Bei einem erneuten Anruf wurde ein Ticket aufgenommen und ich erhielt einen Rückruf. Die Kernaussage lautet: „Es gibt keinen Support für WLAN.“ Danke Unitymedia. Was nützt schnelles Internet, wenn ich Abbrüche habe? Nichts. Das Beschwerdemanagement von Unitymedia reagierte übrigens mit Formschreiben und der Empfehlung die Option mit Fritzbox zu buchen. Na danke. Mittlerweile gibt es einen neuen Router von Unitymedia. Ein Austausch wurde nicht angeboten. In dem Fall wurde Unitymedia gekündigt. Auf Interesse stieß dies beim Anbieter nicht. Bei einem anderen Unitymedia-Kunden wurde die Box im Rahmen einer Vertragsverlängerung ausgetauscht. Allerdings auch erst nach mehrfachen Nachfragen via Telefon und eMail.

Bandbreite niedriger als bestellt bei 1und1

Die bestellte Bandbreite war zunächst 6 Mbit. Es kamen jedoch 4-5 Mbit an. Ein Anruf bei 1und1 genügte: es wurde ein Spendetest durchgeführt. Der bestätigte die niedrigere Geschwindigkeit und es gab einen Rabatt in Höhe von ca. 10 %. Top! Am Rande sei erwähnt, dass das Netz zwischenzeitlich weiter ausgebaut wurde und nun eine 50 Mbit-Leitung verfügbar ist.

Internet über 1und1 oder Unitymedia – DSL Erfahrungsbericht 
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